Moderne Hypnose

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Das Wort Hypnose stammt aus dem Griechischen und bedeutet Schlaf. Ein eher unglücklicher Begriff, weil der hypnotisierte Klient nicht schläft. Er ist eher in einem zielgerichteten Zustand.

Die Hypnose wurde schon in alten Kulturen eingesetzt, was zahlreiche Beschreibungen aus diesen Zeiten belegen. In der Neuzeit hat Sigmund Freud am Anfang seiner Karriere mit Hypnose gearbeitet. Nachdem Freud mit der Psychoanalyse sehr erfolgreich wurde, geriet Hypnose in Vergessenheit. Erst der amerikanische Psychiater und Psychotherapeut Dr. Milton H. Erickson (1901-1980) sorgte für die Wiederentdeckung der Hypnose als therapeutisches Mittel. Milton H. Erickson war durch seine schwere Krankheit gezwungen, neue Wege der Kommunikation und der Selbstmotivation zu suchen. Durch viele Experimente an sich selbst und durch Beobachtung von anderen Menschen hat er den Grundstock für seinen späteren Erfolg gelegt und der Hypnose zum Durchbruch in der Therapie verholfen. Er beeinflusste maßgeblich, vor allem in seinen späteren Lebensjahren, die Entwicklung der nicht-direktiven, modernen Hypnosetherapie. Viele andere Therapeuten, Psychiater und Psychologen wurden auf ihn aufmerksam: Carl Rogers, Virgina Satir, Paul Watzlawick um nur einige Namen zu nennen. Die Begründer des NLP, Bandler und Grinder haben die Arbeiten von Milton Erickson beobachtet, aufgezeichnet, analysiert und systematisiert. Ein großer Teil der NLP-Methodik wie zum Beispiel hypnotische Sprachmuster basiert auf diesen Grundlagen.

Trance und Hypnose werden in der Fachliteratur oft synonym benutzt. Bei dem Wort Trance denken wir allerdings nicht direkt an eine fokussierte Aufmerksamkeit. Wir denken vielleicht eher an Schamanen, die sich durch Musik oder andere Hilfsmittel in eine Trance bzw. einen erweiterten Bewusstseinszustand versetzten. In der therapeutischen Arbeit und im Beratungskontext bedeutet Trance nur fokussierte Aufmerksamkeit. Trance ist aber nicht immer gleich Trance. Wir unterscheiden mehrere Trance-Tiefen, obwohl in den meisten Fällen eine leichte Trance für unsere Arbeit ausreicht. Das heißt der Klient befindet sich in einem leicht veränderten Wachzustand.