Transaktionale Hypnose

Hypnose Ausbildung Transaktionale Hypnose
Transaktionale Hypnose (TH) ist ein Eigenname. Mit "Transaktional" sind wir näher am englischen Wort "transactional" als mit dem vielleicht korrekteren deutschen Wort "transaktionistisch". Hier orientieren wir uns an der Definition nach Lazarus und Berne.

Eine Transaktion ist ein abgeschlossener Kommunikationsaustausch auf verbaler und oder non-verbaler Ebene. Um eine Transaktion zu beobachten schauen wir von außen auf die Transaktionen zwischen zwei Personen, Gruppen oder andere Einheiten. Eine abgeschlossene Transaktion besteht aus einem Transaktionsimpuls und einer Transaktionsreaktion. Ein kommunikativer Austausch kann theoretisch aus unendlich vielen Transaktionen bestehen und sich auf mehreren Ebenen abspielen, zum Beispiel auf bewussten und unbewussten Ebenen. Der Impuls ist wie eine Einladung oder ein Appell. Die Reaktion darauf hängt davon ab, wie die Einladung verstanden wurde. Das Verständnis der Hypnose als Ablauf von Transaktionen ermöglicht erst den Einsatz eines neuartigen Lehr- und Strukturmodells.

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In der TH arbeiten wir mit den hypnotischen Transaktionen, da sie die Grundlagen der Hypnose bilden. Die Hypnose besteht ebenfalls aus theoretisch unendlichen Transaktionen. Auch diese beinhalten den hypnotischen Impuls und die hypnotische Reaktion. Diese Transaktionen verlaufen in unterschiedlichen Trancetiefen und -schichten ab.

Wir wollen aber noch eine etwas ausführlichere Definition der Transaktionalen Hypnose liefern:

Zunächst beginnen wir noch einmal bei der Hypnose.

Die Hypnose, ein sehr mystischer Begriff, der aus dem Griechischen stammt und Schlaf bedeutet. Im kollektiven Unbewussten sind mit Hypnose Eindrücke von schlafenden Personen oder Personen ohne eigenen Wille verankert. Diese Eindrücke sind ausgelöst von Hypnotiseuren zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Selbst der Begriff "Hypnose" löst offensichtlich eine Hypnose aus. Dazu kommen wir aber etwas weiter unten. Hypnose und Trance werden in der Literatur meist synonym benutzt. Dies werden wir auch machen. Manchmal sprechen wir von Trance und manchmal von Hypnose. Wie wir in der späteren Definition sehen werden, ist Hypnose "einfach" nur eine absorbierende Fokussierung des Bewusstseins auf einen bestimmten Inhalt. Dieser bestimmte Inhalt lenkt das Bewusstsein vom eigentlichen Hier und Jetzt weg oder lenkt es noch einmal ganz genau im Hier und Jetzt. Durch dieses fokussierte Bewusstsein entstehen viele der sogenannten hypnotischen Phänomene. Viele kennen wir aus dem Alltag, ohne dass wir sie bewusst so benennen würden. Hier ist festzuhalten, dass eine Hypnose jede Bewusstseinsfokussierung ist, die das Bewusstsein lenkt, im Hier und Jetzt oder woanders hin fokussiert, z. B. an einen anderen Ort oder in eine andere Zeit - Vergangenheit oder Zukunft. Sei es diese Realität oder eine andere Wirklichkeit. Wir kennen diese Effekte auch ohne jemals hypnotisiert worden zu sein. Und das ist auch normal. Wir wissen, dass unser Körper ganz natürlich Phasen am Tag durchläuft, in denen er das Bewusstsein nach innen lenkt, um Energie zu sammeln oder um Eindrucke zu verarbeiten, wie z. B. in Tagträumen. Manchmal schweifen auch die Gedanken einfach ab, ganz ohne Grund.

Wesentlich öfter schweifen die Gedanken aber aus gutem Grund aus dem "Hier und Jetzt" ab: Wir haben Impulse aufgenommen, wir wollen sie hypnotische Impulse nennen, die wie Hinweise oder Auslöser unser Bewusstsein vom Hier und Jetzt wegführen können. Nehmen wir diesen Impuls auf und reagieren wir darauf, dann zeigen wir eine hypnotische Reaktion. Der Blick geht zum Beispiel in die Ferne und die Gesichtsmuskulatur entspannt sich leicht oder verändert sich auf eine andere Weise. Wir sind in Gedanken ganz woanders, nämlich in einer ganz leichten Trance. Wir wissen weiterhin, dass diese Trancen nicht nur mit dem fokussierten Abschweifen der Gedanken aus dem Hier und Jetzt zu tun haben, sondern dass diese auch mit situationsspezifischen Körperreaktionen verbunden sind. Wie im Traum, in dem wir auch echte körperliche Reaktionen haben, zeigt auch unser Körper durch die gedankliche Situation veränderte Zustände. Eine Trance geht also immer einher mit einer veränderten Körperlichkeit.

Man kann also sagen, dass der Wachzustand selbst eine Abfolge von "Uptime" (NLP-Ausdruck für das Hier und Jetzt) und "Downtime" (NLP-Ausdruck für Trance) ist. Nur der Schlaf ist tatsächlich 100 % "Downtime", jedenfalls die Traumphasen und damit Hypnose im eigentlichen Sinne.

Dieser hypnotische Impuls und diese hypnotischen Reaktionen bezeichnen wir zusammen als hypnotische Transaktion, wie oben bereits kurz definiert. Ein hypnotischer Impuls hat eine hypnotische Reaktion hervorgerufen.

Diese natürlichen Muster (hypnotische Transaktionen) machen wir uns im therapeutischen Sinne für unsere Klienten zunutze, um die gewünschte Veränderung über das Konstrukt "Unterbewusstsein" einzuleiten. Viele glauben auch, das Unterbewusstsein ist der Rest des nicht fokussierten Bewusstseins, und damit der weitaus größere Teil unseres Bewusstseins. Hierbei wollen wir bei der Einleitung einer Hypnose, also den hypnotischen Impulsen, und bei den hypnotischen Sprachmustern genau auf die einzelnen Transaktionen zwischen Coach und Klient, aber auch zwischen Klient und Coach schauen, da auch Klienten uns hypnotisieren wolle, wenn auch meist unbewusst.

Ein hypnotischer Impuls kann viele Dinge auslösen. Erweiternd muss hier auch gesagt werden, dass eine hypnotische Reaktion nicht nur das Bewusstsein an einen anderen Ort oder in eine andere Zeit führen kann. Sie kann das Bewusstsein auch andere Bewusstseinszustände auslösen lassen. Wir wissen, dass wesentlich mehr als nur ein "Ich" in uns steckt. Hier gibt es Überschneidungen mit der Transaktionalen Analyse.

Für uns ist spannend, wann Sie merken, dass der Begriff "Hypnose" schon alleine eine hypnotische Reaktion ausgelöst hat und Sie hierzu Ihre ganz eigenen Gedanken, Situationen und Gefühle betrachten können oder konnten.